"Pflanzen sind gleichberechtigte Lebewesen!"
Shownotes
Das Frankfurter Künstlerduo Haike Rausch und Torsten Grosch arbeitet seit mehr als 20 Jahren gemeinsam unter dem Namen 431art an interdisziplinären Kunstprojekten an der Schnittstelle von Kunst, Natur, Wissenschaft und Gesellschaft. In ihren Arbeiten beschäftigen sie sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt und schaffen außergewöhnliche Erfahrungsräume, die zum Perspektivwechsel und Umdenken anregen. Humor, Poesie und gesellschaftliche Reflexion verbinden sich dabei mit einer klaren Haltung gegen die Wegwerfgesellschaft und für einen bewussteren Umgang mit der Natur. Besonders bekannt wurde das Künstlerpaar durch das Langzeitprojekt botanoadopt® und die von ihnen entwickelte Pflanzenklappe®. Hier können ungeliebte oder verwaiste Pflanzen anonym abgegeben werden. Die Pflanzen werden zunächst gepflegt, erhalten individuelle Namen, Charaktere und oft poetische Biografien, bevor sie an neue „Adoptiveltern“ vermittelt werden. Namen wie „50 Cent“, „Prinzessin Grünella“, „Monsieur Chlorophil“, „Fräulein Farn“, „Sir Carlos Calathea“ oder „Ludwig der Efeutige“ zeigen den humorvollen und liebevollen Ansatz des Projekts. Jede Pflanze wird als individuelles Lebewesen wahrgenommen und erhält eine eigene Geschichte. Der Adoptionsprozess ist bewusst persönlich gestaltet: Interessierte können eine Pflanze nicht einfach kaufen, sondern bewerben sich symbolisch als neue Bezugsperson. Dabei geht es weniger um Besitz als um Verantwortung, Fürsorge und langfristige Bindung. Die Pflanzen werden symbolisch „gegen Verantwortung“ vermittelt, ein künstlerischer Gegenentwurf zur Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Durch diese emotionale Verbindung möchten Haike Rausch und Torsten Grosch ein neues Bewusstsein für Pflanzen als gleichberechtigte Lebewesen schaffen und dazu anregen, pflanzliches Leben nicht als austauschbares Konsumgut zu betrachten. Ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist die partizipative Kunst: Die Besucherinnen und Besucher werden nicht nur zu Betrachtenden, sondern aktiv in die Projekte eingebunden. Das Künstlerduo möchte Räume für Begegnung, Mitgestaltung und persönliche Erfahrungen schaffen. Menschen sollen nicht distanziert auf Kunst blicken, sondern sich emotional, sinnlich und gedanklich mit den Themen auseinandersetzen und Teil des künstlerischen Prozesses werden. Sie sollen Handlungsmöglichkeiten kennenlernen. „Share und care, teile und kümmere dich“, das Teilen und sich um Pflanzen zu kümmern, Netzwerke und Verbindungen zu schaffen, liegen dem Künstler-Duo am Herzen. Die Künstler laden Menschen dazu ein, Pflanzen und Natur nicht nur funktional wahrzunehmen, sondern emotionale Beziehungen zu ihnen aufzubauen und sich selbst zu reflektieren. Außerdem machen sie auf globale Themen wie Artensterben, Umweltzerstörung (Ecozide) und die Folgen menschlichen Handelns aufmerksam. Eine besondere Rolle spielen in ihren Projekten Akustik, Klangkunst und elektromagnetische Felder. Haike Rausch und Torsten Grosch arbeiten mit Sounds, die aus der Umgebung und aus natürlichen Prozessen entstehen. Elektromagnetische Felder von Bäumen, Pflanzen oder sogar Gebäuden werden technisch so übersetzt, dass Besucherinnen und Besucher sie hören können. Denn nach ihrem künstlerischen Verständnis besitzt jedes Lebewesen, aber auch jede gebaute Struktur, ein eigenes elektromagnetisches Feld und damit eine individuelle Präsenz. So entstehen immersive Klangwelten, die Natur auf völlig neue Weise erfahrbar machen. Auch die Ausstellung „A Trip to Distant Spheres II“ in Frankfurt (vom 14. April bis 10. Mai) verbindet diese Themen miteinander. Durch audiovisuelle Installationen, Klangräume und die akustische Übersetzung natürlicher Prozesse eröffnen die Künstler neue Perspektiven auf die verborgenen Ebenen unserer Umwelt. Für Dezember 2026 ist eine installative Arbeit zu Bäumen geplant.
Mehr Informationen: https://431art.org/
Literatur: Stefano Mancuso: "Die Pflanzen und ihre Rechte. Eine Charta zur Erhaltung unserer Natur“
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00:00:00: Man denkt, bei dieser schrecklichen weltweiten Situation jetzt mal nur von der Umwelt oder Mitwelt ist ja auch oft so unklar.
00:00:09: Was kann ich denn als Individuum tun?
00:00:11: Und natürlich werde ich nicht die gesamte Welt verändern wenn ich eine Pflanze adoptiere aber in meinem Bereich Ganz viel tun.
00:00:19: Ich brauche eine Pflanze nicht wegwerfen und ich kann auch für mich eine adoptieren, das ist doch ne andere Haltung dem Leben an sich gegenüber wenn ich so lebe Und je mehr Menschen es machen desto mehr wird sich verändern bis irgendwann so ne kritische Masse erreicht.
00:00:33: es ja
00:00:51: Willkommen zur Kultur im Ohr!
00:00:53: Mein Name ist Viola Grevenstein.
00:00:55: Heute sind zwei Künstler zu Gast die Kunst Natur- und gesellschaftliches Miteinander auf ungewöhnliche Weise miteinander verbinden Heike Rausch und Thorsten Grosch vom Künstler duo vier drei eins art.
00:01:08: Die beiden Kulturschaffenden sind zwei tausend siebzehn vom Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung für die Arbeit an den globalen Nachhaltigkeit zielen, für ihr Kunstprojekt ausgezeichnet worden.
00:01:20: Außerdem von der Frankfurter Stiftung Citouan Zwei Tausend Sechzehn für Ihr Umweltengagement.
00:01:26: Seit vielen Jahren entwickeln die beiden partizipative Projekte an der Schnittstelle von Kunstwissenschaft und Gesellschaft.
00:01:34: Im Zentrum unseres Gesprächs steht Botano Adopt sowie ihre Pflanzenklappe, eine ebenso humorvolle wie tiefgründige künstlerische Intervention die Menschen dazu einlädt ungeliebte Pflanzen anonym abzugeben ihnen neue Geschichten zu geben und sie wieder in neue Hände zu vermitteln.
00:01:53: Wir sprechen in dieser Folge über eine neue Perspektive auf pflanzliches Leben welche Rolle Fürsorge in der Kunst von Heike und Thorsten spielt Und wir ihre Arbeiten ökologische Fragen unserer Zeit aufgreifen.
00:02:07: Hallo Heike, hallo Thorsten so schön dass ihr bei mir seid!
00:02:10: Ja hallo schönen Dank für die Einladung.
00:02:12: ja hallo wir freuen uns.
00:02:14: Heike und Thorsten wie genau funktioniert die Pflanzenklappe?
00:02:18: Was passiert in dem Moment indem jemand eine Pflanze abgibt erzählt doch mal
00:02:23: Also die Pflanzenklappe ist eigentlich das Ergebnis der Überlegungen.
00:02:28: Wie können wir dieses Projekt möglichst niedrigschwellig gestalten?
00:02:32: Ja, weil vorher hatten wir nur diese Internet-Plattform entwickelt und wir haben dann gesagt im Moment mal das geht nicht.
00:02:38: Das war noch dieses Plattformen noch nicht für jeden zugänglich und da haben wir gesagt dass können wir nicht machen.
00:02:45: Wir brauchen ein physikalisches Objekt wo jemand wirklich hingehen kann und die Pflanze anonym abgeben kann.
00:02:53: Und so ist sie eigentlich entstanden aus der Notwendigkeit eben Menschen zu erreichen, die nicht nur übers Internet unterwegs sind.
00:03:00: Ja
00:03:00: und der zweite Teil war natürlich also die hat sich natürlich auch folgerichtig aus dem Projekt entwickelt da wir ja den Pflanzen mit Namen und Biografie an Adoptiveltern vermitteln.
00:03:13: Und warum wir das machen, erzählen wir noch jetzt im Laufe dieser Folge.
00:03:18: aber natürlich wenn Pflanzen von uns als Individuen mit Rechten definiert sind dann ist natürlich folgerichtig auch eine Abgabe in einer sogenannten Pflanzenklappe nur möglich also wie eine Babyklape für Pflanzen.
00:03:32: das ist ja auch eine Wortschöpfung von uns die dann im Projekt entstanden ist Genau.
00:03:37: Und die Pflanzenklappe ist natürlich eine partizipative Skulptur,
00:03:41: d.h.,
00:03:41: eine Skulpture, die man tatsächlich benutzen kann und partizcipativ manchmal in dem Zusammenhang immer das andere daran teilnehmen können?
00:03:50: Genau!
00:03:51: Die ganz normalen Bürgerinnen- und Bürgern dieses Landes oder, denke ich mal Deutschlandweit, das bezieht sich auf Deutschland, genau.
00:03:58: Ja
00:03:58: wir waren ja auch schon in Holland mit der Pflanzenklappe, ne?
00:04:01: Okay, Holland... okay, auch da.
00:04:04: Genau, ds heißt es je Überall wo die steht, kann jeder daran teilnehmen.
00:04:08: Nur eben kranke oder mit Schädlingen befallene Pflanzen dürfen nicht da reingestellt werden.
00:04:15: und wir haben ja auch schon Deutschland also europaweit vermittelt in andere europäische Länder und sind ja mit dem Projekt auf internationalen Konferenzen Museum für moderne Kunstsagrät zum Beispiel oder DRHA London.
00:04:33: Und in Städten seid ihr unterwegs, oder?
00:04:34: In den Städtens sind wir unterwegs und gestartet sind wir ja im Münsterland in Schöppingen.
00:04:39: In einer Gemeinde, die relativ klein ist also eine Kleinstadt weil wir das Projekt natürlich da in einem Residenzstipendium entwickeln konnten.
00:04:49: Da ist die Pflanzenklappe zum ersten Mal eröffnet worden.
00:04:52: Zwei tausend neun im Februar.
00:04:57: Okay!
00:04:57: Wie kann ich mir das denn jetzt vorstellen?
00:04:59: Also Ihr seid dann da vor Ort Und habt diese, ja so eine Box.
00:05:04: oder wie stelle ich mir das vor?
00:05:06: Wie werde ich das anonym machen?
00:05:09: Also erklärt doch bitte mal.
00:05:11: Na ja die Pflanzenklappe ist die Schnittstelle.
00:05:13: also es kann da als Teilnehmerin oder Teilnehmer halt hingehen und meine Pflanze tatsächlich anonym abgeben.
00:05:22: Das gewähren wir auch indem er nicht auf der Pflanzenklappe sitzen und gucken wer kommt.
00:05:29: Diese Abgabe ist, also man kann sich jetzt auch noch eine Kapuze überziehen und eine Sonnenbrille anziehen.
00:05:34: Da müssen wir bloßens erkannt wird.
00:05:38: Dass man Kaktus abgibt?
00:05:40: Genau!
00:05:41: Und dann geht es einfach so weiter dass wir eben warten bis sich keiner dieser Pflanzenklappe nähert die ungefähr achtzig hoch ist etwa achtzig tief So
00:05:58: eine große Box.
00:06:00: Da gibt es vorne eine Aluminiumklappe, die kann man öffnen und die Pflanze da reinstellen.
00:06:05: Wie merkt ihr dann, dass dort eine Pflanzen drin ist?
00:06:07: Macht das dann ein Geräusch oder irgendwas?
00:06:10: Wir schauen mehrmals täglich danach.
00:06:12: Also anonym meint tatsächlich anonym.
00:06:14: D.h.,
00:06:15: die Pflanzenklape steht entweder im öffentlichen Raum oder im Foyer von großen Gebäuden.
00:06:25: Brauchen das nicht wissen?
00:06:27: Und das hat ja immer auch den Vorteil, wenn man jetzt eine Pflanze abgibt die eben vielleicht nicht mehr so toll in Ordnung ist.
00:06:32: Da braucht man sich auch nicht rechtfertigen.
00:06:34: also Das niederschwellige was Thorsten auch angesprochen hat ist natürlich bevor ich meine pflanze in die Mülltonne schmeiße.
00:06:41: Ich sehe auch einfach kann ich genauso die Klappe aufmachen und sie in die Pflanzenklappe stellen.
00:06:45: es ist der gleiche Vorgang nur dass die Knappe quasi bei uns in eine andere Richtung geöffnet wird und dass sich dahinter dann ein ganz neues Universum auftut ein neues interessantes Leben beschert und auch den Menschen, die mit ihr zu tun haben werden.
00:07:02: Ja und noch vor der Datenschutzdiskussion, die dann startete später kann man sagen irgendwie die Abgabe ist total datenschutzkonform.
00:07:11: Wir erheben keine Daten!
00:07:14: Also es gibt Leute, die schmeißen vielleicht aufgrund eines Umzuges oder weil sie einfach die Pflanze nicht mehr mögen auf Müll und das wollt ihr möglicherweise Oder das ist das, was ihr verhindern wollt.
00:07:24: Ihr wollt einfach Pflanzen nicht so enden lassen?
00:07:28: Kann man das so sagen oder könnt ihr das nochmal anders
00:07:31: beschreiben?".
00:07:31: Naja
00:07:32: es ist eine Option erstmal an einem Projekt teilzunehmen, einem Kunstprojekt irgendwie, was vielleicht auch interessant werden könnte.
00:07:38: Was kann ich denn mit meiner Abgabe bewirken erreichen und was passiert da?
00:07:42: also neugierig machen auf den Prozess?
00:07:45: Und zum anderen eben ist die Entscheidung vielleicht nicht primär wegschmeißen.
00:07:51: Da beginnt ja schon der Prozess des Überlegens.
00:07:53: Warum sollte ich die denn abgeben?
00:07:55: Und ich meine, letztendlich ist es so die Projektidee und das ganze Konzept ist vor zwanzig Jahren entstanden.
00:08:01: Also zwei tausend sechs.
00:08:03: Und zu dieser Zeit haben wir tatsächlich immer wieder mehrjährige lebende Pflanzen, die einfach nur verglüht waren in den Müttern gefunden.
00:08:13: Wenn man sich noch mal zurück erinnert, in dieser Zeit gab's nicht den Urban Gardening Trend.
00:08:19: Es gab noch nicht diese Pflanzentauschbörsen.
00:08:23: Diese Rückbesinnung zur Natur und auch der Umweltschutz oder die ökologische Krise des Artensterben war natürlich noch lange nicht so im Mainstream angekommen, wie wir das ja heute zum Glück muss man sagen doch einigermaßen haben.
00:08:37: Wir haben gemerkt, okay da gibt es einen Grundwissen über Pflanzen scheint nicht mehr dazu sein.
00:08:42: Das heißt dass es natürliche Zyklen gibt und was man ja an den Jahreszeiten merkt und das so eine Pflanze eben sich erholen muss und dann blüht die auch wieder.
00:08:51: und der andere Aspekt ist natürlich Pflanzen sind ja unglaublich billig zu kaufen Und es ist natürlich wesentlich teurer am Ende, wenn ich einen neuen Topf kaufe.
00:09:02: Neue Erde vielleicht noch ein Pflanzenschutzmittel weil sich da so ein kleines anderes Lebewesen mit eingenistet hat
00:09:08: und Dömer mitteln.
00:09:10: Genau dann habe ich eben auch noch die Arbeit in Anführungsstrichen und das heißt bei vielen oft wird ja eine Pflanze reine Dekoration gesehen und gut, wenn ich die für zwei Euro oder drei Euro neu kaufen kann in voller schönster Blüte dann ist das natürlich auch sage ich mal ein Anführungsstrichen verlockend.
00:09:30: Die alte zu entsorgen und sich die neue zu holen.
00:09:34: Absolut!
00:09:36: Dass da natürlich auch eine Haltung dahinter steckt Wenn man sich das überlegt, also wie im Kleinen oder als Pflanze mit war rumgegangen wird und dass wir ein weltweites Artensterben haben.
00:09:49: Da ist so eine krasse Diskrepanz die wir damals gesehen haben, sodass wir auch sagen natürlich Botano Adopt spannt den Bogen vom Arten sterben zur eigenen Fensterbank und wieder zurück
00:10:02: Man muss kein Kastenbier kaufen.
00:10:04: Genau, man muss keinen Kasten bier kaufen weil damals gab es tatsächlich so eine Aktion von Licher also kaufenkasten Bier und spende fünf Euro für den Regenwald Ist es immer gut, was für den Regenwald zu spenden?
00:10:17: Aber ist natürlich auch so etwas wie ein Ablass.
00:10:20: Es ist ja sehr leicht wenn ich weiß achja da habe ich gleich was Gutes für die Umwelt getan.
00:10:24: aber noch besser ist es ja wenn ich auch vielleicht die Pflanzen hier vor Ort oder meine eigenen, wenn ich sie auch kümmere.
00:10:31: Richtig super!
00:10:33: Ihr sprecht also von einer erweiterten Wahrnehmung pflanzlichen Lebens und Pflanze sehen sollte und nicht, ich kaufe eine neue.
00:10:45: Dass man wirklich noch mal einen anderen Bezug zu einer Pflanse bekommt?
00:10:48: Ja also wir haben ja.
00:10:50: als wir angefangen haben mit dem Projekt das zu entwickeln, haben wir natürlich auch geschaut wie ist denn so eine Pflanzer definiert und die ist gesetzlich als wahre Rohstoff oder Dekoration definiert.
00:11:01: Und Pflanzen sind hochkomplexe Lebewesen mit ein breit mehr Sinden als der Mensch sie hat.
00:11:07: Das sind Lebewesen mit völlig anderen Kommunikationssystemen, die eher im Kollektiv und Vernetzt leben.
00:11:14: Und es sind sauerstoffproduzierende Lebewesene.
00:11:17: Lebewiesen also von denen unser eigenes Dasein fundamental abhängt.
00:11:21: Da haben wir der Ebene der Ernährung hier noch gar nicht mit angesprochen.
00:11:25: Wir Menschen leben völlig abgekoppelt von dieser grundlegenden Tatsache dass wir ohne Pflanzen nicht leben können.
00:11:31: Pflanzen ohne uns aber wunderbar!
00:11:36: Da gibt es sehr viele tolle, mittlerweile Features.
00:11:40: Aber auch die Bücher von dem Pflanzenäurobiologen Stefano Mancuso, die wirklich sehr leichtfüßig aber sehr inhaltgehaltvoll, inhaltlich nachvollziehbar beschreiben wieviel Sinne Pflanzen haben, wie sie wahrnehmen und kommunizieren.
00:11:54: Und diese haben wesentlich mehr Sinne als wir.
00:11:57: Man glaubt das kaum, auch wenn sie keine Augen.
00:11:59: kein Gehirn im klassischen Sinn haben, sondern schon Darwin entdeckte dass die Wurzel bei einer Pflanze die Kommandozentrale ist.
00:12:07: Also quasi das in Anführungsstrichen Gehirnen.
00:12:10: und wir haben eben Pflanzen als uns gleichberechtigte Lebewesen definiert mit gleichen Rechten.
00:12:16: Und wenn man dann nach schaut also zum Beispiel Bolivien ist ein Land was die Rechte von Pflanzen inzwischen in der Verfassung verankert hat.
00:12:24: Und im Jahr two-tausend acht schon hat die Ethikommission der Schweiz ihren Bericht zur Würde der Kreatur bei Pflanzen veröffentlicht.
00:12:33: Die haben sich eben mit der Frage beschäftigt, ob Pflanzen eine Würde haben und zum Beispiel unter welchen Bedingungen man eine Pflanze denn töten darf?
00:12:40: Und sie sind z.B.
00:12:41: zu dem Ergebnis gekommen, dass wenn der Bauer die Wiese mät dann ist das ja eine Sache weil er eben das heul macht und es auch braucht
00:12:49: usw.,
00:12:50: aber wenn am Wegesrand noch blühende Pflanzen stehen die eben dann einfach nur so mit weggemäht werden, ist das nicht mehr in Ordnung.
00:13:00: Weil sie auch ein Recht haben da zu leben und zu blühen und ihr Dasein zu verbringen.
00:13:05: Wow!
00:13:06: Ich bin beeindruckt davon wusste ich gar nichts.
00:13:08: Bolivien und die Schweiz scheinen sehr fortschrittlich zu sein.
00:13:12: Ähm...toll.
00:13:15: Ja, Ihr bietet auch Empathietrainings mit Pflanzen an?
00:13:19: Was ist
00:13:19: das?!
00:13:19: Wie muss man sich das vorstellen?
00:13:21: Also ganz profal ist das wie so ein Psychologie-Test, der auch jetzt in einem bunten Blatt platziert sein könnte.
00:13:30: Es wird halt abgefragt eben gewisse Situationen, in denen ich mich bi zu Pflanzen verhalte.
00:13:37: Und das Empathietraining beinhaltet eben verschiedene kognitive Ebenen, entspricht es an also den haptischen Sinn.
00:13:43: Es gibt verschiedene Aufgaben und zum Beispiel eine Aufgabe Es werden verschiedene Pflanzen hingestellt, dann werden die ertastet eine.
00:13:53: Dann wird etwas zu dieser ertasteden Pflanze gefragt als man beginnt mit geschlossenen Augen und den Tasten in der Hände.
00:14:00: Und dann kommt eben diese visuelle Sinn dazu dass man auch sagt okay welche Pflanzen ist einem dann am sympathischsten oder unsympathischsten?
00:14:08: Und da gibt es einen zweiten Teil im Blog wo wir fragen die den teilnehmenden am unsymphatischsten Pflanzer fragen wir danach in welcher Situation sie?
00:14:18: Wir haben dann sechs Situationen.
00:14:20: Dann gibt es ein Punktesystem von eins bis sechs, das man verteilt.
00:14:25: In der Situation würde ich die Pflanze noch am ehesten retten.
00:14:28: Zum Beispiel jetzt liegt in der Biotonne und der Müllwagen kommt schon.
00:14:32: Jetzt verraten wir natürlich nicht alles.
00:14:34: Und dann haben wir halt so einen Punktessystem entwickelt.
00:14:39: Es geht darum auch in Kontakt mit dieser Pflanzen zu treten sich zu überlegen, wie würde ich dann für Sorge für sie übernehmen?
00:14:48: und so weiter.
00:14:49: Und dann haben wir eben so ein Punktesystem entwickelt mit einer Auswertung die es dann auch vor Ort gibt wo Menschen dann quasi erfahren inwieweit ihre Empathiefähigkeit Pflanzen gegenüber denn ausgeprägt ist.
00:15:01: okay und diese Tests oder Trainings vielmehr wo finden die Stadt?
00:15:05: In den Schulen oder öffentlich oder wo?
00:15:08: Die machen wir im Zusammenhang unseren Projektaktivitäten, also zum Beispiel jetzt in Frankfurt wo wir mit der Pflanzenklappe und einem Adoptionsbüro ja für mehrere Wochen einen Raum bespielen.
00:15:21: Und da wird es auch die kann man auch an den Empathietraining teilnehmen.
00:15:24: Die Empathie Trainings gibt es aber auch als Installationen wo sie im musealen Kontext zu sehen sind oder auch im öffentlichen Raum wo die Aufgaben quasi wie soll ich sagen installiert sind.
00:15:36: Texte kurze Texte die Aufgabend die Menschen erfüllen können.
00:15:40: Das ist ein bisschen anders gelagert dann wieder als dieser Test, den wir eben beschrieben haben.
00:15:44: Als gibt es verschiedene Formen und da erfüllen die Leute, die nehmen die Leute die Aufgaben selbstständig wahr.
00:15:50: Vielleicht sollte man auch sagen dass wir mit unserem Urteil durchaus milde sind.
00:15:57: Also ich sag mal so bei den Unmengen von Empathietrainings hatten wir ein einziges Mal wirklich einen Einfall und wir waren selber entsetzt.
00:16:05: Den mussten wir sagen sorry aber planzen und deine Empathie Da musst du echt noch was machen.
00:16:12: Der hat auch keine bekommen wahrscheinlich.
00:16:14: Aber in der Regel sind ja, ich mein Pflanzen ist natürlich auch so ein Thema, das viele Menschen verbindet?
00:16:21: Absolut!
00:16:21: Kommen wir mal jetzt zu dem Projekt.
00:16:24: also man muss es hier in zwei Teilen vielleicht.
00:16:28: ihr habt einfach diese partizipative Kunst Also die Pflanzenklappe sozusagen vor Ort wenn ihr da vielleicht nur zwei Wochen seit.
00:16:36: oder wie lange seid ihr zum Beispiel in einer Stadt?
00:16:38: Ich weiß es jetzt nicht genau.
00:16:39: Jetzt sind
00:16:40: wir fast vier Wochen.
00:16:42: Oh,
00:16:43: vier Wochen!
00:16:43: Okay.
00:16:44: Was, eine lange
00:16:45: Zeit?!
00:16:45: Ja, denn dann
00:16:46: waren wir sogar zwei Monate.
00:16:47: Genau, im Monheim wart ihr.
00:16:49: Das ist ja meine Nachbarstadt und... Habt ihr viele Pflanzen hoffentlich einsammeln können?
00:16:55: Und jedenfalls, dann geht das ja auch noch deutschlandweit weiter und zwar digital.
00:17:00: Das müssen wir jetzt nochmal erklären und auseinander dividieren.
00:17:03: Könnt ihr das nochmal genau erklären?
00:17:06: Jetzt ist die Pflanze bei uns.
00:17:07: Die Frage war ja wie kommt sie zu uns?
00:17:09: also wenn es über die Pflanzenklappe kommt, dann befindet sich erst mal in unserem Umfeld, in unserem Einflussbereich und dann geben mir da erstmal die Chance sich zu erholen.
00:17:20: Die kommt also nach Botania.
00:17:22: Dafür führen wir Gespräche mit der Pflanze im weitesten Sinne, in allerweitsten Sinne.
00:17:27: Botania?
00:17:28: Erst mal herausfinden wie heißt du denn wo kommst du her?
00:17:32: was hast du für eine Geschichte?
00:17:33: weil das ist ja interessant
00:17:34: und vielleicht ein kurzer Einvöger von mir botania also botania is so ne Art pflanzenfreistaat den wir gegründet haben wo eben alle Pflanzen aufgenommen werden, die zu uns kommen.
00:17:48: Die auch mit unseren Pflanzen dort leben können.
00:17:50: Das ist so ein bisschen die Anspielung natürlich ab den Stadtstaat Christiania.
00:17:55: Das heißt jeder kann Leben und sich ausbreiten wie er möchte.
00:17:59: Natürlich unter der Voraussetzung anderen eben auch ihren Raum zu lassen, sag ich mal.
00:18:03: Und wo ist Botania?
00:18:05: Das ist bei uns im Atelier oder in unserem Garten.
00:18:08: Und wenn ihr zum Beispiel in Monheim vor Ort seid oder wart... Da ist Botanya
00:18:12: da!
00:18:13: Ja, und ist Botania da?
00:18:14: Okay.
00:18:14: Verstehe
00:18:15: ich.
00:18:16: Ein erweiterter Schutzraum für die Pflanze.
00:18:19: Und ihr schaut euch auch die Pflanzen an ob sie jetzt irgendwas haben oder so.
00:18:23: ne wenn die jetzt irgendeinen befallen werden oder die dürfen dann wahrscheinlich gar nicht da rein.
00:18:27: soweit oder
00:18:29: Wir hatten einen Fall, da hatte uns jemand ganz stolz seine Chef-Lehrer gezeigt.
00:18:33: Guck mal wie toll die hat überall so glänzende Blätter.
00:18:37: Mir gesagt
00:18:37: nicht sorry!
00:18:38: Die ist total verlaustut am Zeichen.
00:18:41: Die können
00:18:41: wir nicht...
00:18:43: Okay, die habt ihr dann leider ablehnen müssen.
00:18:45: Zum
00:18:45: Schutz von einem?
00:18:46: Nein natürlich.
00:18:47: Keine Selektion oder sowas sondern es geht einfach darum.
00:18:50: eben das wird natürlich auch vor Schädlingen schützen können.
00:18:55: und da wir jetzt nicht noch eine Quarantäne Station für Pflanzen haben, weil das wird den Rahmen auch ein bisschen sprengen müssen wir halt so uns verhalten.
00:19:03: Natürlich
00:19:04: ja.
00:19:05: Komm mal nochmal auf Botania.
00:19:06: Das heißt ihr sprecht mit den Pflanzen also ihr versucht herauszufinden Ja vielleicht auch Woher kommen die?
00:19:14: Wie fühlen sie sich in Anführungsstrichen oder Könnte das nochmal beschreiben?
00:19:18: wie ist der dieser Kommunikationsprozess Und was soll das bewirken?
00:19:22: naja Das ist natürlich eine Kontaktaufnahme mit einem Lebewesen, was überhaupt nicht unsere Sprache spricht.
00:19:28: D.h.,
00:19:28: das ist auf anderen Ebenen.
00:19:30: aber jetzt diese... Bevor ich das nochmal an Torsten zurückgehebe, natürlich bei den Namen und dem Biografien ist auch ein Faktor die Physiognomie und die Vitalität der Pflanzen, die eine große Rolle spielt.
00:19:45: dabei ja?
00:19:46: Und daraus erschließt sich ja auch schon einiges!
00:19:49: Ja, insofern ist die Pflanze ja schon berät.
00:19:52: Also sie erzählt ja was durch ihren Wachstumsgestos, durch ihr in der Weltsein irgendwie und da ziehen wir halt unsere Schüsse.
00:19:59: Und wenn Ihr vor Ort seid dann können auch Leute direkt schon kommen um sich eine Pflanzer auszusuchen und sozusagen zu adoptieren als Adoptionseltern.
00:20:08: oder wie läuft das?
00:20:10: Wenn des Adoptionbüro geöffnet ist.
00:20:12: also wir haben ganz klar definierte Öffnungszeiten
00:20:14: d.h.,
00:20:16: A-Abgabe in der Pflanzenklappe, B-Adoption im Adoptionsbüro und das ist zeitlich voneinander getrennt.
00:20:23: Weil die ja auch noch portraitiert
00:20:25: werden.
00:20:25: Genau, erzähl doch mal was zu dem Porträt!
00:20:28: Ihr gibt den Pflanzen ja auch Namen und Biografien?
00:20:31: Ja.
00:20:31: Erzählt doch mal, was hat es damit auf sich?
00:20:34: Könnte ihr das nochmal beschreiben?
00:20:35: wie's dann... Also
00:20:36: für uns gehört zur Identität eben allgemein irgendwie dass man so etwas wie ein Ausweis mit sich führt oder nicht Und der ist natürlich immer ausgezeichnet durch ein Foto, mittlerweile sogar ein biometrisches Foto.
00:20:53: Das heißt wir sagen die Pflanze hat so viel Identität dass sie einen Foto verdient und dann wird ganz klassisch in einer Porträtstudio Situation eben diese Pflanzen portraitiert.
00:21:05: Genau, das sind also auch diese Fotos hängen im Ausstellungskontext.
00:21:09: Wir haben ja jetzt über zweitausend Pflanzen vermittelt und dieses Fotoarchiv was wir machen, die Pflanzen lieber uns abgegeben werden, die porträtieren wir sehr hochwertig.
00:21:22: Das ist eben dann dieses FOTO-Archiv, nennen wir Archiv der ungeliebten Pflanzen.
00:21:27: Der un geliebten Pflanzen?
00:21:29: Ja.
00:21:30: Das klingt traurig!
00:21:33: Aber es Nicht wirklich traurig.
00:21:36: Diese werden ja gestärkt durch den Prozess gewinnen wieder an Eigenständigkeit, an Selbstbewusstsein schon alleine durch Botania
00:21:46: und vielleicht
00:21:46: wenn sie dann eben ein Kindestadt, sage ich jetzt mal mit so einem Lächeln im Auge, dann sozusagen angenommen werden.
00:21:54: Dann ist er auch garantiert, dass dieses Lebewesen eben in eine Familie oder in eine Idee oder wo auch immer aufgenommen wird und eben wahrgenommen wird.
00:22:05: Okay aber ganz so einfach es ja nicht.
00:22:07: jemand der kommt und deine Pflanze bei euch adoptieren möchte muss auch bestimmte Voraussetzungen erfüllen richtig?
00:22:13: Ja also ich sag mal so wir das ganze Projekt arbeitet wie viele andere Projekte von uns mit Humor und Kontextverschiebung, Poesie.
00:22:23: Warum machen wir das?
00:22:25: damit natürlich so eine Leichtfüßigkeit herstellen, ernste Themen aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
00:22:33: Das heißt auch diese Namen und Biografien... Ich greife das noch mal auf bevor ich die Frage eingehe.
00:22:40: Die sind ja mit sehr viel Humor- und Kontextverschiebung beschrieben.
00:22:42: Zum Beispiel haben wir im Jahr der Bankenkrise nach dem Crash der Bank Lehman Brothers an einen Frankfurter Geldinstitut vermittelt.
00:22:55: Und der hat natürlich eine ganz... Interessante Biografie, der wollte eigentlich Stand-up Comedian werden.
00:23:03: Wurde aber aufgrund seiner Physiognomie eben nur als Pausenfüller wahrgenommen dann gegen seinen Willen in ein Casino verschleppt und da konnte er halt an die Gesetzmäßigkeiten des Glücksspiels studieren.
00:23:15: Und heute setzt er sich eben auch für Wohlstand basierend auf gesundem Wachstum ein und wurde eben an einen Frankfurter Geldinstitut vermittelt.
00:23:24: Da stellt sich jetzt natürlich schon mal Wenn man das hört oder liest, was bitte an dieser Biografie ist denn jetzt wahr und was es nicht war?
00:23:33: Also die sind oft so geschrieben dass es so passiert sein könnte.
00:23:37: Lehman ist tatsächlich an einem Frankfurter Geldinstitut vermittelt worden.
00:23:41: er lebt auch noch.
00:23:42: also die Mitarbeiterin ist jetzt schon brenntet aber Lehman lebt noch den gibt's immer noch.
00:23:46: Und dann is in der deutschen Ausgabe der Financial Times dies eben heute auch nicht mehr gibt Im Januar Jahrzehntein über Geldbau und Lehman berichtet worden.
00:23:56: Und das ist natürlich dann auch sehr schön für uns zu sehen, wie weit das Projekt in gesellschaftlich Zusammenhänge hineingreifen kann durch die Art und Weise, wie wir das angelegt haben?
00:24:08: Wie wird es umsetzen und gestalten?
00:24:10: Das ist auch dieser erweiterte Partizipationsbegriff.
00:24:14: also inwiefern hat dieses Projekt Strahlkraft eben auch in mediale Wirklichkeitskonstruktionen
00:24:22: Absolut.
00:24:23: Das soll ja die Menschen sozusagen berühren bzw.
00:24:26: mit einbeziehen, letztendlich hat da medial möglicherweise bekannt werden.
00:24:33: Da sind wir natürlich auch sehr froh und dankbar dass das Projekt so eine kontinuierliche Wahrnehmung auch hat weil es ja auch wichtig ist, dass andere davon erfahren damit sie auch teilnehmen können.
00:24:44: Und jetzt vielleicht noch mal zu der Frage mit der Adoption was muss man für Voraussetzungen erfüllen?
00:24:50: Das ganze ist ja ein non-kommerzielles Projekt, das heißt wir machen es auf Spendenbasis und wenn man möchte kann man uns was spenden.
00:25:01: Es ist aber keine Bedingung sondern... Da wir die Pflanzen ja aus dem Warenkreislauf herausnehmen, indem wir sagen das sind eigenständige Nebewesen.
00:25:13: Kann man sie auch folgerichtig nur noch adoptieren.
00:25:15: und der Vertrag ist auch so ein Dienervierblatt mit sehr viel Kleingeschriebenen drauf.
00:25:20: aber auch da findet sich wieder diese Humor-Kontextverschiebung.
00:25:23: also Die Pflanze muss natürlich wie ein Freund oder eine Familie Mitglied aufgenommen werden.
00:25:29: Man darf sie nicht an Versuchslabore abgeben, man soll ihnen ganzheitliche Maßnahmen der Heilung zukommen lassen und so weiter.
00:25:37: Und natürlich ist es in erster Linien einen Vertrag, den dann mit sich selbst schließt weil das geht um die Verantwortung, die ich für dieses Lebewesen übernehme.
00:25:46: und dass wir auch irgendwo sagen Verantwortung ist sowas wie ne neue Form der Währung für uns.
00:25:53: Was erlebt ihr in den Begegnungen mit den Menschen, die eine Pflanze abgeben oder auch adoptieren möchten?
00:26:00: Gibt es Geschichten, die euch besonders vielleicht berührt
00:26:03: haben?".
00:26:03: Also sagen wir mal so.
00:26:04: Bei Pflanzenklappe ist ja anonym aber wenn wir gucken ob was da ist... Es ist schonmal passiert dass natürlich da gerade Menschen abgegeben haben und dann kam zum Beispiel das Ehepaar gleichen Kaktänen.
00:26:21: Und dann weiß natürlich sofort, okay die haben mal einen von diesen Kaktänen gehabt und haben über ihr Leben lang diese Kaktanen eben weiter vermehrt weil sie sich ja automatisch weiter vermehren.
00:26:31: und jetzt im hohen Alter möchten Sie eben das in gute Hände kommen?
00:26:34: Weil wir ja auch dafür wirklich garantieren dass die Pflanzen in gute hände kommen.
00:26:38: Also das eine fand ich Da gab's mal so ne ... Das war eigentlich eine total berührende Geschichte mit diesem hundert- und dreißig Jahre alten Weihnachtskaktus, den eine Frau in der alte Dame im Alter von vierzehn schon geschenkt bekommen hat.
00:26:54: Und denen sie jetzt auch ihr ganzes Leben lang irgendwie behalten hat und dann gesagt hat okay ich bin auch ganz fit Ich möchte jetzt reisen, ich bin über siebzig und dann hat sie eben diesen Kaktus bei Botano Adopt abgegeben.
00:27:07: Hundert-undertreißig
00:27:08: Jahr alt?
00:27:09: Ja!
00:27:10: Wow.
00:27:11: Und das ist natürlich so, also was wir ja genau... Das
00:27:16: schweren Herzens abgegeben?
00:27:17: Ja oder manchmal liegen auch in der Pflanzenklappe Zettel dabei.
00:27:21: Also die stand da und ich liebe die total.
00:27:26: und wenn sie jetzt doch nicht vermitteln können dann hier ist meine Adresse.
00:27:34: Diese Pflanzen wurden alle geliebt, aber sie sind aufgrund eines Nachlasses.
00:27:40: Können wir uns nicht mehr um Sie kümmern?
00:27:42: Ja,
00:27:43: verstehe.
00:27:44: und wer dann eine Pflanze finden möchte wenn ihr jetzt nicht vor Ort seid oder so sondern der kann dann also er kann dann auf die Internetseite schauen oder?
00:27:55: Könnt Ihr da zumal was sagen?
00:27:57: Ja man sieht eben die einzelnen Porträtfotos der Pflanzen Um kurze Wege zu gewährleisten oder kürzere, weil man kann nicht nachhaltig sein und dann alles irgendwie per Post verschicken.
00:28:13: Also mit Vorzogen eben die Abholung der Pflanze über zu Fuß, mit dem Rad oder wie auch immer.
00:28:19: Dann haben wir sozusagen so eine Postleitzahlenbereich Suche eingeführt.
00:28:24: Das heißt eben wenn man jetzt im Firmware-Postleitzahlbereich oder im Achter
00:28:28: usw.,
00:28:29: kann man das ein bisschen eingrenzen umzusehen welche Pflanze steht in meiner Nähe und dann kann man einfach schauen welche Pflanzen stehen gerade zur Adoption?
00:28:38: Also wenn ich hier zum Beispiel einen Bananenbaum oder sowas suche, Bananennpflanze oder genau, ich weiß nicht ob das so heisst, dann gucke ich nach Und vielleicht gibt es
00:28:47: in meiner
00:28:47: Umgebung.
00:28:48: Da würde ich schon fast wieder sprechen, weil sicherlich kann man vielleicht auch eine Bananenpflanze finden aber das ist vielleicht schon im Anführungszeichen der falsche Ansatz.
00:28:57: Im Grunde sollte man erstmal schauen was ist in meiner Nähe?
00:29:01: mit wem könnte ich mich anfreunden und wo wäre es bereit zu adoptieren?
00:29:05: Das ist erst mal die Gattung oder Art völlig egal sondern... Ähnlich wie im Empathie-Test, kann ich mit der Pflanze oder nicht?
00:29:13: Aufgrund ihrer Biografie.
00:29:14: Also wir hatten zum Beispiel mal einen jungen Mann, der hat den Geldbaum «Fifty Cent» als Erführt und da ist er auch beim Namen wieder diese Doppeldeutigkeit angelegt natürlich die Beziehung zu dem zu der Pflanzen und der Bezeichnung nämlich Geldbaum und er war halt totaler Fan von «Fyifty Cent».
00:29:33: Und da war natürlich sofort klar dass er den hatte.
00:29:36: Alles klar ja verstehe.
00:29:39: Auf jeden Fall auf eurer Internetseite sind so tolle Geschichten, da muss man unbedingt mal reinlesen.
00:29:45: Kann ich nur wirklich empfehlen?
00:29:47: Vielleicht
00:29:47: sagen, ergänzen wir auch nochmal... Also man kann natürlich auch Pflanzen zur Adoption über die Internetseiten aufgeben.
00:29:54: Dann bleibt die Pflanze.
00:29:55: also dann schickt man uns ein Foto und dann bleibt die pflanze solange da bis sie adoptiert wird und wir vermitteln dann zwischen dem Adoptierenden und dem Anbietenden weil wenn ich über das Internet adoptiere, hole ich die Pflanze selbst ab und das erklärt natürlich nochmal jetzt aus einer anderen Perspektive.
00:30:16: Warum ist dieses Postleitzahlen-Suche so wichtig?
00:30:17: Damit ich mich gucken kann okay wo bin ich denn auch?
00:30:21: mit wem kann sich mich an freunden?
00:30:22: aber bin ich dann auch bereit oder wo kann ich denn noch hinfahren?
00:30:25: absolut
00:30:26: ja.
00:30:26: das ist ökologisch viel sinnvoller als ob man jetzt irgendwie eine pflanze per DHL verschickt.
00:30:34: Ja, und als Begleiterscheinung man lernt eben auch nette Leute kennen.
00:30:39: Das
00:30:39: ist tatsächlich so.
00:30:40: also das ist auch ein Teil unserer Arbeit.
00:30:43: Das geht ja auch um Teilhabe.
00:30:47: Das heißt große Pflanzen sind sehr teuer und es gibt Menschen die können sich das nicht leisten.
00:30:57: Ja, das muss man ganz klar sagen.
00:30:59: oder wir haben ja die Kooperation im Gießkannenmuseum in Gießen und da adoptieren eben auch sehr viele junge Leute.
00:31:05: Weil es gibt bestimmte Lebensphasen in denen hat man eben nicht so viel Geld und andere da hat man mehr zur Verfügung.
00:31:12: Und die Adoption oder diese Kontakte zwischen Menschen entstehen über die Pflanzen sind wirklich komplett unabhängig von Einkunft von Herkunft von Beruf von Alter sozialen Umfeld und so weiter.
00:31:25: Das heißt, über dieses bundesweite Adoptionsnetzwerk entsteht natürlich auch sowas wie ein soziales Netzwerk.
00:31:32: Absolut toll!
00:31:33: Ja genau gut ihr habt zu Bäumen gearbeitet.
00:31:39: in Frankfurt.
00:31:40: könnt ihr was dazu sagen?
00:31:42: A trip to distance fields.
00:31:44: Auch wieder Pflanzen die Bäume
00:31:47: Genau.
00:31:48: also da geht es auch darum Pflanzen in dem Fall Bäume aus einer anderen Perspektive oder mit anderen Sinnen durch künstlerische Mittel wahrnehmen zu können.
00:32:00: Und das sind in diesem Projekt große Stadtbäume in Frankfurt, die wir zum einen fotografisch porträtieren.
00:32:09: Aber in dem Fall ist das Porträt vollkommen anders zu verstehen als dass der Pflanzen, die bei Botano adopt abgegeben werden.
00:32:17: Hier ist es so, dass wir von jedem Baum ganz viele Fotos der Rindenstruktur machen.
00:32:24: Das sind ja dann relativ kleine Ausschnitte und da gibt es verschiedene künstlerische Prozesse, und am Ende gibt das eben zu jedem Baum ein Foto einer Rindestruktur bei Stibasis einer digitalen Collage bildet.
00:32:38: Und in dieser digitalen Kollage, das geht dann so in Richtung abstraktes Bild die Rinden-Struktur bleibt aber noch erkennbar.
00:32:46: Es gibt auch bestimmte Passagen oder Stellen sag ich mal wo so eine Art größere Pixel zu sehen sind.
00:32:54: Das ist einfach auch ein Verweis darauf, dass trotz dieses umfangreichen Wissens was wir haben über alles das es immer Bereiche gibt die wir nicht sehen können oder die Wir nicht interpretieren können.
00:33:08: also dieses Geheimnis der ganzen Existenz oder des Ganzen Lebens das wird sich nie so vollkommen in zusammen Dampfen schließen lassen, sondern da bleibt immer so ein Teil im quasi Unbekannten oder Nebulösen.
00:33:26: Das ist ein Verweis darauf.
00:33:28: und dann haben diese Bilder auch wenn man wirklich genauer guckt eine Struktur aus kleinen Punkten also Auch da so ein Verweis, dass letztendlich in jeder Form oder in jedem Lebewesen oder in jeder Zelle die gesamte Existenz auch wiederum enthalten ist.
00:33:46: Salut!
00:33:46: Aber es spielen bei euch auch Sounds eine große Rolle.
00:33:50: Können
00:33:50: wir dazu noch mal was sagen?
00:33:52: Der zweite Teil von dem Projekt...
00:33:54: Ja also es gibt eben den akustischen Teil wo wir unter anderem eben das die Schwingung des Bodens untersuchen mit einem mit einem Geophon.
00:34:05: Das wird eigentlich eingesetzt, um zu kontrollieren ob gerade ein Erdbeben im Anmarsch ist oder nicht.
00:34:11: aber das kann man auch anders einsetzen und wir transformieren sozusagen die elektromagnetischen Felder der Bäume und der Umgebung in einen höherbaren Bereich mithilfe einer Foyer-Transformation eben so dass für uns überhaupt eben in den Bereich der Wahrnehmungen kommen.
00:34:29: Wow!
00:34:30: Also man kann Bäume hören
00:34:32: Man kann Bäume hören, oder man kann im Grunde auch die Kommunikation der Bäume höhren.
00:34:37: Also wie verhalten Sie sich auf so einer elektromagnetischen Ebene?
00:34:41: zur Umwelt?
00:34:43: Dass es wissenschaftlicher Erwiesen das Bäume elektromagneticche Felder haben.
00:34:47: Richtig!
00:34:48: Jedes Lebewesen und Bauwerke also bei einem händisch-strahlen Funkmasten.
00:34:52: wir kennen das so negativ konnotiert als Umweltbelastung.
00:34:56: aber Auch jede Landschaft hat ein natürliches elektromagnetisches Feld wie auch die Erde.
00:35:01: Also ich bin ja jemand, das muss ich zugeben... Ich umarme gerne in Bäume und ich habe immer irgendwie das Gefühl, wow!
00:35:07: Das tut mir gut.
00:35:08: Ich weiß nicht warum aber dann hab' ich das Gefühl ich spüre da etwas.
00:35:12: Ja, das ist auch so.
00:35:16: Ist nicht abwägig, okay.
00:35:18: Es ist so automatisch bei mir.
00:35:20: Ich denke, das tut gut!
00:35:21: Ich lehne mich gerne an Bäume und so weiter.
00:35:23: Einfach leider genießen?
00:35:25: Genau.
00:35:26: Und das kann man auf jeden Fall auch dann als Soundkomposition hörbar machen.
00:35:31: Und es ist natürlich wirklich ein immersives Erleben von einem Baum.
00:35:36: Wenn man sich vorstellt, man steht vor einer dreihundert Jahre alten Buche, so einen monumentalen Baum Diese Soundkomposition basierend auf den elektromagnetischen Feldern und den Wurzelschwingungen oder den Erdschwingungen, das muss man einfach mal erleben.
00:35:55: Das ist schwer zu beschreiben.
00:35:58: Wie kann denn Kunst eurer Meinung nach auf ökologische Krisen wie den Ecosight reagieren?
00:36:04: Das, was gerade mit der Umwelt passiert.
00:36:06: Also wie wollt ihr da konkret etwas bewirken mit eurer Kunst?
00:36:10: Die Kunst und das Leben sind ja nicht ausgeschlossen von dem jetzt und hier sein.
00:36:18: Jeder Mensch äußert sich vielleicht ... In irgendeiner anderen Art und Weise.
00:36:22: Und wir haben halt für uns beschlossen, zu dem Thema der Pflanze eben über dieses Projekt eine Reaktion zu zeigen auf das was passiert und vielleicht darauf aufmerksam zu machen dass es vielleicht auch andere Konzepte geben könnte.
00:36:36: also im Grunde kann man nur Angebote schaffen.
00:36:39: Ecosite muss man nochmal kurz definieren.
00:36:41: vielleicht ich hoffe... Definiert das richtig?
00:36:45: Das Sterben der Pflanzen und der Umwelt.
00:36:47: So ist richtig deiner Tour, richtig?
00:36:48: Also wir leben ja jetzt im Zeitalter des.
00:36:51: andere Prozene und es ist ja mittlerweile so... Es gibt eine Studie von zwutausendzwanzig, dass die Masse der künstlich hergestellten Dinge auf der Erde mittlerweile die gesamte Biomasse der Erde übersteigt.
00:37:04: und was wird mehr werden.
00:37:07: Also es ist absolut schockierend!
00:37:11: Hast du ein Beispiel dafür Heike?
00:37:13: Ja, Beton-Bauten zum Beispiel ist ganz groß dieser Bausektor.
00:37:17: Es gibt dazu eine Studie die ja wie ich jetzt auch nicht so ins Detail gehen.
00:37:21: also diese Tatsache ist jetzt einfach schockierend.
00:37:23: aber jetzt nochmal zu der Frage.
00:37:24: Also
00:37:24: erst mal...
00:37:27: Plastik gehört auch dazu also diese Vermeere dass es mittlerweile an Polarkreis Plastika regnet.
00:37:33: also ich meine das ist ein absolutes Desaster.
00:37:37: und jetzt noch einmal natürlich zu deiner Frage.
00:37:39: also Kunst
00:37:40: kann
00:37:41: Perspektivwechsel aufzeigen, emotional berühren.
00:37:45: Neue Sichtweisen anbieten, Reflexionsprozesse in Gang bringen.
00:37:50: also wenn wir mal gucken der Bericht des Club of Rommos den Anfang der siebziger Jahre da steht alles drin die Fakten sind alle lange bekannt und trotzdem passiert ja nichts oder viel zu wenig.
00:38:03: was wir machen ist eben nicht nur mit künstlerischen Methoden anderen Perspektivexel oder andere Sichtweisen, und einen anderen Zugang auf vielen Ebenen zu ermöglichen.
00:38:13: Sondern mit Botano Adoption haben wir auch noch eine Handlungsmöglichkeit.
00:38:16: Deswegen ist ja auch diese Auszeichnung vom Nachhaltigkeitsrat da.
00:38:20: Weil es ist oft so, dass man denkt bei dieser schrecklichen weltweiten Situation jetzt mal nur von der Umwelt oder Mitwelt ist ja oft so unklar.
00:38:32: was kann ich denn als Individuum tun?
00:38:35: Natürlich werde ich nicht die gesamte Welt verändern, wenn ich eine Pflanze adoptiere.
00:38:40: Ich kann in meinem Bereich ganz viel tun, ich brauche eine Pflanze nicht wegwerfen und ich kann auch für mich eine adoptieren.
00:38:46: Das ist doch ne andere Haltung dem Leben an sich gegenüber wenn ich so lebe.
00:38:52: Und je mehr Menschen das machen desto mehr wird sich verändern bis irgendwann so ne kritische Masse erreicht.
00:38:57: es.
00:38:58: ja und da kann Kunst eben einen ganz wesentlichen Teil dazu beitragen.
00:39:02: aber die Hauptaufgabe der Kunst ist nicht etwas zu bewirken.
00:39:07: Also ich sage mal ein anderes Beispiel.
00:39:08: Wir machen auch Theaterprojekte mit Jugendlichen und wir haben ein Projekt gemacht über Mobbing, da kam am Ende aus dem Publikum eine Frage oder wurde uns dann zugetragen?
00:39:18: die Kritik ja aber wir hätten gar keine Lösung angeboten und dann haben wir nur gesagt das ist nicht die Aufgabe der Kunst.
00:39:26: Das war auch so bisschen absurd denn wenn es so einfach wäre in einem Theaterstück eine Lösung für dieses große Thema Mobbing zu präsentieren Dann hätten wir das Problem nicht.
00:39:36: Komplex!
00:39:38: Ja, das ist richtig.
00:39:39: Wenn das wirklich so einfache Rezeptartige gelöst werden könnte dann hätten wir diese ganzen... Das hat sich ja selbst ad absurdum geführt.
00:39:49: Aber diese große Kraft der Kunst den Menschen im Innersten zu berühren und vielleicht auch in dieser Zeit kann man echt sagen auch Hoffnung zu geben also dass wirklich ein anderes Leben möglich ist?
00:40:02: Absolut Das ist richtig.
00:40:06: Ein Begriff, der bei euch auch eine große Rolle spielt, ist der Begriff Care.
00:40:10: Was bedeutet euch Fürsorge im Kontext eurer gesamten Arbeit mit Pflanzen und Menschen?
00:40:15: Ist das was du eben gerade erzählt hast, dass ihr schon etwas Kleines machen kann?
00:40:20: Ja also genau!
00:40:22: Das hat ja so mehrere Bedeutungen.
00:40:24: Also das verwenden wir immer im Zusammenhang mit Botano Adopt Share and Care.
00:40:30: Also es heißt einmal sich natürlich um die Pflanze kümmern und sie zu teilen.
00:40:35: Es ist also auf dieser untersten Ebene für die Pflanze zu sorgen, um sie nicht wegzuwerfen sondern zuteilen.
00:40:41: aber es hat ja auch darüber hinaus eine gesellschaftliche Dimension das sich ein Netzwerk bildet von Menschen, die miteinander teilen und Fürsorge für Pflanzen haben.
00:40:54: Und durch diese Fürsorge, indem ich adoptiere übernehmlich Verantwortung und übernehme Fürsorgung für ein anderes Lebewesen und auch dieses Miteinanderteilen, Miteinander in Kontakt kommen durch die Adoption das schafft Verbindungen unter Menschen auch.
00:41:10: Also hat dieser Begriff noch mal so eine gesellschaftliche... Dimension.
00:41:15: Ja,
00:41:15: vielleicht auch als Gegenpol zu dem Teile und Herrschel sagen wir halt teile und kümmerlich.
00:41:22: Sehr gut ja!
00:41:23: Heikon Thorsten was habt ihr in Zukunft noch vor?
00:41:27: Was sind eure zukünftigen Ideen?
00:41:31: Na ja ganz konkret haben wir jetzt Ende des Jahres noch eine schöne Ausstellung werden gehabt, eine installative Arbeit auch zu Bäumen.
00:41:41: Unser Langzeitprojekt Botano Adopt, das wird fortgeführt.
00:41:45: Das ist eben ein Langzeit-Projekt was ja viele Facetten hat.
00:41:49: Wir machen auch Workshops mit Jugendlichen oder wir sammeln Geschichten von älteren Menschen zu besonderen Erlebnissen mit Pflanzen die wir alle auditiv aufzeichnen.
00:42:01: und dann gibt es natürlich noch weitere künstlerische Projekte einerseits um die Wahrnehmung von pflanzlichen Leben Aber auch zu eben gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit.
00:42:12: Und es gibt so viele Themen, also... Wunderbar!
00:42:18: Wir freuen uns schon auf neue Projekte und laufende bestehende weitere Projekten und auf das Wachsen dieses Adoptionsnetzwerkes ja.
00:42:27: Wunderbaar ganz toll.
00:42:28: ich bin sicher dass es viele Fans noch finden wird.
00:42:31: Liebe Heike lieber Thorsten vielen Dank, dass ihr in meinem Podcast Kultur im Ohr wart.
00:42:38: Ja, sehr gerne.
00:42:39: und vielen Dank für die nette Einladung
00:42:41: zum Podcast.
00:42:43: Danke auch in meiner Seite!
00:42:44: Lasst
00:42:45: uns weitere Pflanzen und Bäume retten...
00:42:47: Unbedingt!
00:42:48: Das war der Podcast Kultur im Ohr mit Viola Gräfenstein und mit meinen Gesprächsgästen Heike Rausch & Thorsten Grosch vom Künstler Duo vier drei eins Art.
00:42:58: Und wenn euch die Projekte Und die Künstlerinnen sowie der Künstlern gefallen haben oder ihr die Pflanzenklappe unterstützen wollt, dann könnt ihr noch mehr darüber auf www.butanoadopt.org über die beiden und die Pflanzenklappe erfahren – und über die NOT- oder NAN- kommerziellen künstlerischen Projekte mit einer Spende eurer Wahl unterstützen!
00:43:26: Außerdem gibt es weitere Informationen in meinen Show notes.
00:43:29: Schaut euch das gerne an.
00:43:31: Danke fürs Zuhören!
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